The European Affordable Housing Plan
Teile Europas sind mit einem unzureichenden Wohnungsangebot, steigenden Baukosten, Arbeitskräftemangel und einer relativ niedrigen Produktivität im Bausektor konfrontiert.
Die EU-Strategie besagt, dass die Produktivität im Baugewerbe seit 2019 um etwa 8% gesunken ist. Wenn mehr Arbeiten in kontrollierte Fabriken verlagert werden, kann dies die Lieferung durch standardisierte Produktion, Qualitätskontrolle und parallele Werk- und Baustellenaktivitäten verbessern.
Die Strategie sieht den modularen Aufbau nicht als Universallösung vor. Grundstücke, Planung, Infrastruktur und Marktnachfrage werden sich weiterhin auf die Projektergebnisse auswirken.
Bei der Konstruktion außerhalb der Baustelle werden Wandpaneele, Bodensysteme, Servicekästen oder komplette dreidimensionale Module in einer Fabrik hergestellt, bevor sie zum Projektstandort transportiert werden.
Zu den möglichen Vorteilen gehören:
Einige modulare Komponenten können auch demontiert, verschoben oder wiederverwendet werden, was eine eher zirkuläre Bauweise unterstützt.
Die EU-Mitgliedstaaten wenden weiterhin unterschiedliche Bauvorschriften, Brandschutzvorschriften, Genehmigungsverfahren und regionale technische Vorschriften an. Ein modulares System, das in einen anderen Markt eingeführt wird, erfordert möglicherweise neue bauliche, brandtechnische, thermische, akustische und Materialprüfungen.
Diese regulatorische Fragmentierung erhöht die Entwicklungs-, Test-, Versicherungs- und Finanzierungskosten. Sie kann auch verhindern, dass Fabriken den Produktionsmaßstab erreichen, der zur Senkung der Stückkosten erforderlich ist.
Die EU plant, Normen für vorgefertigte Produkte, Bausätze und modulare Einheiten Vorrang einzuräumen, um eine einheitlichere technische Grundlage für den grenzüberschreitenden Einsatz zu schaffen.
Zu den Maßnahmen im Zusammenhang mit modularen und standortfernen Konstruktionen gehören:
Eine vorgeschlagene Pilotinitiative soll den teilnehmenden Ländern auch dabei helfen, Teile ihrer regulatorischen Rahmenbedingungen aufeinander abzustimmen und gleichzeitig die Lieferketten und die industriellen Kapazitäten zu stärken.
Modulare Projekte erfordern genaue Informationen, um zwischen Planungsteams, Fabriken, Transportdienstleistern und Installationsunternehmen zu wechseln. Falsche Abmessungen, Materialien oder Schnittstellendetails können zu Problemen bei der Endmontage führen.
Digitale Produktpässe und Baulogbücher können die Materialleistung, Produktionschargen, Wartungsinformationen, Kohlenstoffdaten und Recyclinganweisungen aufzeichnen. Gebäudeinformationsmodelle können Teams dabei helfen, Kollisionen zu erkennen, die Gebäudetechnik zu koordinieren und Installationsabläufe zu planen.
Diese Aufzeichnungen können die Rückverfolgbarkeit während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes verbessern.
Der Wettbewerb in Europa wird zunehmend um Materialeigenschaften, CO2-arme Eigenschaften, technische Dokumentation, digitale Rückverfolgbarkeit und Anpassung an lokale Vorschriften sowie Preis und Liefergeschwindigkeit gehen.
Hersteller, die standardisierte Produktion mit landesspezifischer Technik kombinieren, werden für bezahlbaren Wohnraum, Studentenunterkünfte, Sozialwohnungen und öffentliche Bauprojekte besser positioniert sein.